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Baumarkt-Standort Österreich -
Struktur und Branchenvergleich mit der Situation in Deutschland
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Nicht zuletzt durch die Präsenz von Bauhaus, hagebau, Hellweg, Hornbach, Obi und Praktiker steht der österreichische Markt seit Jahren stärrker im Blickpunkt des deutschen Interesses, als dies für andere europäische
Länder der Fall ist. Für die gemaba-Unternehmensberatung in Lev.-Hitdorf war dies der Anlaß, zum zweiten Mal seit 1995 zusätzlich zur jährlichen deutschen Baumarkt- Strukturuntersuchung erneut auch die
österreichische Situation unter die Lupe zu nehmen. Dabei wurde nicht nur eine Bestandsaufnahme für die Alpenrepublik durchgeführt, sondern auch zusätzliche direkt vergleichbare Daten zur Situation in beiden Ländern
ermittelt und gegenübergestellt.
Die Datenauswertung der insgesamt 305 erfaßten Märkte wurde im letzten Quartal 2001 vorgenommen. Einbezogen wurden nicht nur die Märkte der führenden Anbieter (Reihenfolge nach der Anzahl der Betriebe)
Baumax (74 Filialen), BayWa / AFS (42), Öbau (37; hier Abgrenzung zum Großhandelsbereich teilweise problematisch), hagebaumarkt (32; außerdem Quester), Obi (31), Bauhaus (22) oder Filialisten wie Hellweg, Hornbach und Praktiker, sondern auch selbständige Betriebe einschließlich der Idee-Vertriebsschiene von 3E.
Österreich gehört zu den Ländern, deren Baumarkt- Szenerie in den letzten Jahren bei mäßig wachsendem Bestand durch erhebliche Flächenzuwächse gekennzeichnet war. Insgesamt gab es am Jahresanfang 2002 in Österreich
305 Baumärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von rd 1.020.000 qm. Diese Zahlen erfassen Baumärkte im Sinne der für die deutschen Märkte zugrundegelegten gemaba-Definition, die eine Überdachte Verkaufsfläche von
1.000 qm und ein breites Sortiment ohne ausgeprägten Schwerpunkt voraussetzt, weshalb Fachmärkte ausgeklammert bleiben; die Innenbereiche angegliederter Gartencenter sind in den Flächen enthalten, während
Freiflächen in den genannten Zahlen nicht mitberücksichtigt werden.
Der durchschnittliche österreichische Baumarkt verfügt
gegenwärtig über eine Innen-VF von rd 3.340 qm, wobei innerhalb der einzelnen Bundesländer bei den durchschnittlichen Betriebsgrößen spürbare Abweichungen erkennbar werden: so liegt die Durchschnittsgröße in der Steiermark nur bei rd 2.940 qm, während es in Wien rd. 3.930 qm sind. Insgesamt sind die österreichischen Baumärkte kleiner als die deutschen Objekte, deren durchschnittliche VF bei rd 4.350 qm je Baumarkt liegt.
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Baumärkte und Verkaufsflächen 2002
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Verkaufsfläche aller Baumärkte in qm
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Verkaufsfläch e je Baumarkt in qm
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Zum Vergleich: Bundesrepublik
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Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2002 Weiterverwendung nur mit Quellenangabe gestattet !
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REGIONALDATEN
Regional können die Zahlen auf Bundesland-Ebene quantativ noch weiter verfeinert werden, indem zusätzlich die Bevölkerungszahlen mitberücksichtigt werden. Dabei ist festzustellen, daß gegenwärtig in Österreich auf je
26.400 Einwohner ein Baumarkt entfällt; für je 10.000
Einwohner steht dabei eine Verkaufsfläche von rd 1.260 qm zur Verfügung. Niederösterreich verfügt Über rd 1.840 qm VF je 10.000 Einwohner und nimmt damit die Spitzenposition dicht gefolgt von Kärnten ein; Wien und Vorarlberg liegen mit rd 700 bzw. 710 qm VF je 10.000 Einwohner am Ende der Skala. Verglichen mit den deutschen Verhältnissen ist die quantitative Versorgung ähnlich, denn im Bundesgebiet steht für jeweils 31.800 Einwohner ein Baumarkt zur Verfügung. Auch beim Flächenbesatz je 10.000 Einwohner bewegt sich die Abweichung unterhalb der 10 %-Marge; innerhalb Deutschlands steht für jeweils 10.000 Einwohner eine Innen-VF von rd 1.370 qm zur Verfügung.
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Regionale Kennziffern zur Baumarkt-Dichte 2002
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Bundesland
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EINWOHNER IN 1000
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Einwohner je Baumarkt
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Verkaufsfläche je 10.000 EW
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absoluter Wert in qm
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Schnitt AUT = 100
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Burgenland
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279
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27.900
|
1.080
|
86
|
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Kärnten
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612
|
17.500
|
1.800
|
143
|
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Niederösterreich
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1.550
|
19.600
|
1.840
|
145
|
|
Oberösterreich
|
1.382
|
33.700
|
1.050
|
83
|
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Salzburg
|
519
|
32.400
|
960
|
76
|
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Steiermark
|
1.186
|
18.800
|
1.560
|
124
|
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Tirol
|
624
|
25.000
|
1.280
|
102
|
|
Vorarlberg
|
351
|
43.900
|
710
|
56
|
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Wien
|
1563
|
55.800
|
700
|
56
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gesamt
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8066
|
26.400
|
1.260
|
100
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Zum Vergleich Bundesrepublik
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82.259
|
31.800
|
1.370
|
***
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Quelle: g e m a b a Lev.-Hitdorf 2002
Weiterverwendung nur mit Quellenangabe gestattet!
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VERGLEICH BRD
Nach Einschätzung der gemaba hat die Baumarkt-Branche in Österreich - bezogen auf die von der gemaba verwendete Baumarkt-Definition! - im typischen Baumarkt-Geschäft im Jahr 2001 ein Umsatzvolumen von ca ATS 25 Mrd
bzw. ca EUR 1,82 Mrd getätigt. Dem stand - legt man für Deutschland und Österreich ein vergleichbares Sortimentskonzept zugrunde - eine baumarktrelevante Nachfrage von ca ATS 60 Mrd bzw. ca EUR 4,36 Mrd für Bau-,
Heimwerker- und Gartenbedarf sowie anteilige Ergänzungssortimente gegenüber, wobei diesbezüglich angemerkt werden muß, daß die vorgenommene Standardisierung der Nachfrage in beiden Ländern nicht ganz unproblematisch
ist und deshalb einen tendenziell modellhaften Charakter hat. Die österreichischen Baumärkte verfügten damit über einen Marktanteil von rd 42 %, während der übrige Umsatz über andere Vertriebskanäle lief. Hier
reicht die Bandbreite von kleineren Heimwerkermärkten über Fachmärkte und Gartencenter sowie den traditionellen Facheinzelhandel bis hin zum Privatgeschäft des Baustoffgroßhandels.
Typische Baumärkte erzielten 2001 in Österreich einen Umsatz von (umgerechnet) EUR 225 je Einwohner; der deutsche Vergleichswert lag mit rd EUR 200 etwas niedriger.
Vergleicht man zusammenfassend die Verhältnisse beider Länder, so wird insgesamt deutlich, daß die Unterschiede relativ gering sind. Diese Aussage gilt auch für die Gesamtbedeutung der Branche, denn als
Vergleichswert zur Abschöpfungsquote von rd 42 % in Österreich ermittelte die gemaba 2001 in Deutschland für die Gesamtheit aller Baumärkte bei einer Nachfrage von ca DM 80,4 Mrd (EUR 41,1 Mrd) ein Umsatzvolumen von
ca DM 31,6 Mrd (EUR 16,15 Mrd), so daß die Branche in Deutschland insgesamt eine Bindungsquote von rd 39 % realisierte.
In der nachfolgenden Tabelle werden die wichtigsten Vergleichszahlen auch noch einmal synoptisch gegnübergestellt:
Vergleichszahlen Österreich - Deutschland
Zusammenfassung
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Merkmal
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Österreich
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Deutschland
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Einwohner in 1.000
|
8.065
|
82.259
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Marktvolumen gesamt in Mrd EUR
|
4,0
|
41,1
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Baumarkt-Ausgaben je EW (Standardsortiment) in EUR
|
540
|
500
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Baumarkt-Umsatz in Mrd EUR
|
1,82
|
16,15
|
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Marktanteil der Baumärkte in %
|
42
|
39
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Baumarkt-Umsatz je EW in EUR
|
225
|
200
|
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Zahl der Baumärkte
|
305
|
2.590
|
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Einwohner je Baumarkt
|
26.400
|
31.800
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Baumarkt-Innen-VF in qm
|
1.020.000
|
11.270.000
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Innen-VF je Baumarkt in qm
|
3.340
|
4.350
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Innen-VF je 10.000 EW in qm
|
1.260
|
1.370
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Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2002
Weiterverwendung nur mit Quellenangabe gestattet !
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Lev-Hitdorf, den 21.1.2002
FM/mm
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