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28. BAUMARKT-STRUKTURUNTERSUCHUNG DER GEMABA:

AUCH 2009 GERINGER BESTANDSRÜCKGANG BEI FLÄCHENWACHSTUM

 

Methodische Vorbemerkungen

Der nachfolgenden Kommentierung der Branchenentwicklung des Jahres 2009 seien zunächst einige methodische und definitorische Anmerkungen vorangestellt, die die Interpretation des Datenmaterials verdeutlichen sollen. Die im "Lenkungsausschuß Branchenzahlen" des BHB Bundesverbands deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte, Köln, vertretenen Marktanalysten (außer der gemaba auch
 GfK Retail & Technology - GfK RT - Nürnberg und BBE Retail Experts Kln) haben 2008 harmonisierte Standards und Begriffsabgrenzungen erarbeitet, die eine entsprechende Markttransparenz ermöglichen. Nicht zuletzt wurde dabei eine größenmäßige Unterscheidung zwischen Bau- und Heimwerkermärkten (Objekte ab 1.000 qm beheizbare VF) und Baumarktshops (Fachmärkte mit breitem Sortiment und weniger als 1.000 qm beheizbarer VF) vorgenommen.

Die von der gemaba bereits seit der ersten Strukturuntersuchung des Jahres 1982 zugrundegelegte Baumarkt-Definition setzt im Innenbereich eine VF von mindestens
1.000 qm voraus und entspricht damit weitestgehend dem vom Lenkungsausschuß festgelegten Begriff des Bau- und Heimwerkermarkts. Verlangt wird darüber hinaus ein breites Sortiment, das die Warengruppen Baustoffe, Holz, Eisenwaren, Werkzeuge und Malerbedarf zwingend enthalten muß. Darüber hinaus sollte es im Sortiment nicht zu ausgeprägten Schwerpunktbildungen bestimmter Sortimente kommen, weshalb Fachmärkte generell unberücksichtigt bleiben.

Das von der GfK RT im Auftrag des BHB monatlich durchgeführte Branchenpanel beruht bei vergleichbarer Größe auf einer nur marginal unterschiedlichen Abgrenzung, was auch für das von der BBE-Köln verwendete Datenmaterial gilt.

Per Saldo legen gemaba, BHB, GfK RT und BBE damit ihren jeweiligen Datenerhebungen eine weitestgehend übereinstimmende Definition des Vertriebstyps Bau- und Heimwerkermarkt zugrunde. Die zwischen den Angaben der dieser Institutionen bestehenden Unterschiede sind so gering, da sie die Kompatibilität des Datenmaterials nicht beeinträchtigen.

Die Branchenentwicklung des Jahres 2009 war im Unternehmensbereich nur durch geringfügige Veränderungen gekennzeichnet, die sich im Rahmen von Kooperationswechseln niederschlugen. Innerhalb der führenden Unternehmen kam es allerdings teilweise zu erheblichen personellen Veränderungen, denen entsprechende konzeptionelle Veränderungen folgten, worauf im Rahmen dieser quantitativen Branchendarstellung allerdings nur am Rande hingewiesen sei.

Wie bereits in den Vorjahren, so war auch im abgelaufenen Jahr die zahlenmäßige Entwicklung der Baumärkte leicht rückläufig. Während zum Jahresanfang 2009 insgesamt noch 2.428 Betriebe die notwendigen Anforderungen der verwendeten Baumarkt- Definition erfüllten, lag die Vergleichszahl zum 1.1.2010 nur bei 2.421 Betrieben, so da sich ein saldierter Rückgang von 7 Objekten ergibt.

Weiterhin ansteigend ist die Angebotsfläche, wobei die Innen-VF um gut 200.000 qm zunahm. Bei der gewichteten Verkaufsfläche im Sinne der Definition des BHB
(Innenfläche zu 100 %, überdachte Freifläche zu 50 %, offener Außenbereich zu 25 %, Baustoff- Drive in-Bereich zu 50 %) ergab sich eine Flächenzunahme um rd 250.000 qm. Die aggregierte Innen-VF aller Baumärkte beläuft sich auf rd 12.644 Mio qm; die gewichtete Gesamt-VF erreicht eine Größenordnung von rd 13.958 Mio qm. Der durchschnittliche deutsche Baumarkt weist damit jetzt eine Innen-VF von rd 5.220 qm auf; gewichtet liegt die durchschnittliche Betriebsgröße bei rd 5.770 qm.

 

Entwicklung der Bau- und Heimwerkermärkte 1982 - 2010

 

Entwicklung der Bau- und Heimwerkermärkte 1982 - 2010

Stichtag

Anzahl

Verkaufsfläche

VF je Baumarkt

01.08.1982

720

1.260.000 qm

1.750 qm

01.08.1984

930

1.710.000 qm

1.840 qm

01.01.1986

1.075

2.075.000 qm

1.930 qm

01.01.1988

1.202

2.470.000 qm

2.050 qm

01.01.1990

1.386

3.100.000 qm

2.240 qm

01.01.1991*

1.617

3.725.000 qm

2.300 qm

01.01.1992

1.830

4.460.000 qm

2.440 qm

01.01.1993

1.960

5.130.000 qm

2.620 qm

01.01.1994

2.160

5.930.000 qm

2.750 qm

01.01.1995**

2.297

7.095.000 qm

3.090 qm

01.01.1996

2.450

8.224.000 qm

3.360 qm

01.01.1997

2.560

8.977.000 qm

3.510 qm

01.01.1998

2.640

9.794.000 qm

3.710 qm

01.01.1999

2.605

10.102.000 qm

3.880 qm

01.01.2000

2.605

10.606.000 qm

4.070 qm

01.01.2001

2.609

11.038.000 qm

4.230 qm

01.01.2002

2.590

11.273.000 qm

4.350 qm

01.01.2003

2.570

11.524.000 qm

4.480 qm

01.01.2004

2.552

11.699.000 qm

4.580 qm

01.01.2005

2.505

11.822.000 qm

4.720 qm

01.01.2006

2.495

12.035.000 qm

4.820 qm

01.01.2007 ***

2460

innen

12.158.000 qm

4.940 qm

gewichtet

13.315.000 qm

5.410 qm

01.01.2008

2.438

innen

12.277.000 qm

5.040 qm

gewichtet

13.488.000 qm

 5.530 qm

01.01.2009

2.428

innen

12.437.000 qm

5.120 qm

gewichtet

13.710.000 qm

5.650 qm

01.01.2010

2421

innen

12.644.000 qm

5.220 qm

gewichtet

13.958.000 qm

5.770 qm

* Ab 1991 sind in den Bestandszahlen auch integrierte Baumarktabteilungen von SB- Warenhäusern enthalten, die vorher jeweils separat erfaßt wurden.
** Von 1995 an wurden in den Flächenangaben auch die Innenbereiche angeschlossener Gartencenter mitberücksichtigt.
*** bis 2006 nur die Innen-VF; ab 2007 zusätzlich auch die gewichtete VF (Gewichtung:
Innen-VF 100 %; überdachte Freifläche 50 %; offene Freifläche 25 %; Drive-in 50 %)

Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2010
Weiterverwendung bitte nur mit dieser Quellenangabe !

 

Trend zu Großflächen ungebrochen

Obwohl die zahlenmäßigen Veränderungen des Jahres 2009 nur gering waren, lassen sich doch in der Verteilung auf die verschiedenen Betriebsgrößen (Ordnungskriterium ist hier aus methodischen Gründen ausschließlich die Innen-VF) einige Verschiebungen erkennen. So haben die Kleinflächen unter 1.500 qm, die insbesondere in ländlichen Bereichen als lokale Grundversorger über eine entsprechende Akzeptanz verfügen, ihre Position behauptet. Rückgänge hat es in den mittleren Größenklassen zwischen 1.500 und unter 7.400 qm gegeben. Weiterhin ansteigend ist die Bedeutung von Großflächen ab 7.500 qm. In der Größenklasse über 10.000 qm sorgen nicht zuletzt Baustoff-Drive in -Bereiche für ein entsprechendes Flächenwachstum. Momentan entfallen auf Märkte ab 7.500 qm bereits 23 % aller Objekte; die rd 42 % der vorhandenen Verkaufsflächen auf sich vereinen.

Bau- und Heimwerkermärkte 2010: Gliederung nach Betriebsgrößen

Bau- und Heimwerkermärkte 2010: Gliederung nach Betriebsgrößen

Größenklasse
(innen VF)

Zahl

Verkaufsfläche

 

 

absolut

je Baumarkt

 

 

innen

gewichtet

innen

gewichtet

1.000 - 1.499 qm

211

247.100 qm

277.900 qm

1.171 qm

1.317 qm

1.500 - 2.999 qm

425

902.800 qm

1.006.700 qm

2.124 qm

2.369 qm

3.000 - 4.999 qm

593

2.322.400 qm

2.574.900 qm

3.916 qm

4.342 qm

5.000 - 7.499 qm

639

3.890.500 qm

4.265.000 qm

6.088 qm

6.674 qm

7.500 - 9.999 qm

362

3.066.400 qm

3.355.600 qm

8.470 qm

9.270 qm

ab 10.000 qm

191

2.214.600 qm

2.477.600 qm

11.595 qm

12.972 qm

gesamt

2.421

12.643.800 qm

13.957.700 qm

5.223 qm

5.765 qm

Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2010
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Betriebsgrößen regional deutlich unterschiedlich

Die größenmäßige Aufgliederung des Bestands auf die einzelnen Bundesländer läßt erhebliche regionale Unterschiede erkennen. Der Trend zu Großflächen in den bevölkerungsstarken Ballungsgebieten zeigt sich besonders deutlich in Berlin, wo 56 % aller Betriebe auf Objekte über mehr als 7.500 qm Innen-VF verfügen. Demgegenüber liegt ihr Anteil in Schleswig-Holstein nur bei 14 %.
 

Bau- und Heimwerkermärkte 2010 - Größenstruktur nach Bundesländern

Bau- und Heimwerkermärkte 2010 - Größenstruktur nach Bundesländern

Bundesland

Anzahl

Betriebsgrößenanteil (qm Innen-VF) in %

 

 

1000-1499

1500-2999

3000-4999

5000-7499

7500-9999

ab 10000

Schleswig-Holstein

122

13

24

21

28

9

5

Hamburg

30

3

20

10

37

0

30

Niedersachsen

274

9

22

28

19

15

6

Bremen

16

0

31

6

25

25

13

Nordrhein-Westfalen

455

5

15

26

27

17

10

Hessen

164

11

13

30

21

15

9

Rheinland-Pfalz

110

9

23

14

23

20

12

Baden-Württemberg

257

9

15

24

22

21

8

Bayern

355

8

21

26

26

12

6

Saarland

24

8

8

8

21

21

33

Berlin

54

7

11

11

15

30

26

Brandenburg

109

10

12

23

34

16

6

Mecklenbg-Vorpommern

76

13

20

25

32

7

4

Sachsen

166

12

16

28

32

10

3

Sachsen-Anhalt

108

7

11

26

40

13

3

Thüringen

101

11

21

24

31

12

2

gesamt

2421

9

18

24

26

15

8

Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2010
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Aggregiert man die Größenstrukturen im Hinblick auf die durchschnittliche Gesamtbetriebsgröße, so bestehen in den einzelnen Bundesländern teilweise erhebliche Abweichungen vom Gesamtwert, der bei rd 5.220 qm Innen-VF bzw. bei rd 5.770 qm gewichteter VF liegt. Die Schwankungsbreite reicht dabei von rd 7.720 qm Innen-VF bzw, rd 8.480 qm gewichteter VF in Berlin bis zu Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern, wo sich die identischen Vergleichsverkaufsflächen nur auf rd 4.430 qm innen bzw. rd 4.910 qm gewichtet belaufen.

 

Bau- und Heimwerkermärkte 2010:

Bau- und Heimwerkermärkte 2010:
Größenstrukturen in den Bundesländern und Regierungsbezirken

Bundesland bzw. Regierungsbezirk

Anzahl Betriebe

Gesamtverkaufsfläche

VF je Betrieb

innen

gewichtet

innen

gewichtet

 

 

 

 

 

 

Schleswig-Holst.

122

539.900 qm

598.900 qm

4430 qm

4910 qm

 

 

 

 

 

 

Hamburg

30

193.500 qm

213.200 qm

6.450 qm

7110 qm

 

 

 

 

 

 

Niedersachsen

274

1.331.900 qm

1.487.600 qm

4.860 qm

5.430 qm

 

 

 

 

 

 

Bremen

16

93.400

102.700 qm

5.840 qm

6.420 qm

 

 

 

 

 

 

Nordrhein-Westf.

455

2.554.700 qm

2.814.100 qm

5.620 qm

6.190 qm

 

 

 

 

 

 

Hessen

164

855.600 qm

942.000 qm

5.220 qm

5.740 qm

 

 

 

 

 

 

Rheinhessen-Pfalz

41

300.000 qm

334.000 qm

7.320 qm

8.150 qm

 

 

 

 

 

 

Rheinland-Pfalz

110

624.300 qm

701.300 qm

5.680 qm

6.380 qm

 

 

 

 

 

 

Baden-Würtemb.

257

1.404.900 qm

1.522.900 qm

5.470 qm

5.590 qm

 

 

 

 

 

 

Bayern

355

1.739.300 qm

1.917.500 qm

4.900 qm

5.400 qm

 

 

 

 

 

 

Saarland

24

178.600 qm

200.000 qm

7.440 qm

8.330 qm

 

 

 

 

 

 

Berlin

54

416.600 qm

457.700 qm

7.720 qm

8.480 qm

 

 

 

 

 

 

Brandenburg

109

581.500 qm

648.000 qm

5.340 qm

5.950 qm

 

 

 

 

 

 

Mecklenbg.-Vorp.

76

337.000 qm

373.200 qm

4.430 qm

4.910 qm

 

 

 

 

 

 

Sachsen

166

784.400 qm

861.600 qm

4.730 qm

5.190 qm

 

 

 

 

 

 

Sachsen-Anhalt

108

548.400 qm

608.100 qm

5.080 qm

5.630 qm

 

 

 

 

 

 

Thüringen

101

459.800 qm

508.900 qm

4.550 qm

5.040 qm

 

 

 

 

 

 

DEUTSCHLAND

2.421

12.643.800 qm

13.957.700 qm

5.220 qm

5.770 qm

 

 

 

 

 

 

Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2010
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Baumarkt-Struktur 2010 I. 8

Versorgungsniveau in den Bundeslndern stark unterschiedlich

Zustzlich zu den reinen Bestandsdaten werden nachfolgend unter Mitbercksichtigung

der jeweiligen Einwohnerzahlen noch ergnzende Agaben zu den Versorgungsgraden

innerhalb der einzelnen Bundeslnder gemacht.

Insgesamt entfallen gegenwrtig in Deutschland jeweils 33.900 Einwohner auf einen

Bau- und Heimwerkermarkt. Mit rd 21.900 Einwohnern hat Mecklenburg-Vorpommer

dabei den dichtesten Besatz. Gegenpol hierzu ist Berlin, wo jeweils rd 65.400 Einwohner

durch einen Bau- und Heimwerkermarkt versorgt werden. Insgesamt besteht damit

eine erhebliche Bandbreite, wobei generell in Gebieten mit einer hohen Bevlkerungsdichte

auch die Zahl der Einwohner je Baumarkt zunimmt.

Deutlich aussagefhiger fr die Bewertung des Versorgungsgrads ist allerdings der

Verkaufsflchenbesatz. Gegenwrtig steht im Bundesdurchschnitt fr je 10.000 Einwohner

eine Innen-Verkaufsflche von rd 1.540 qm und eine gewichtete VF von rd 1.700

qm zur Verfgung, wobei in den neuen Bundeslndern nach wie vor ein erheblicher

Flchenberhang besteht. Spitzenreiter ist dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt das Land

Brandenburg mit rd 2.310 qm Innen-VF bzw. rd 2.570 qm gewichteter VF je 10.000

Einwohner. Am Ende dieser Skala liegt Hamburg, wo die Vergleichswerte mit rd 1.090

qm Innen-VF bzw. rd 1.200 qm gewichteter VF nicht einmal halb so hoch liegen.

Die unterschiedlichen Interpretationsmglichkeiten des Datenmaterials sei verdeutlicht

an der Situation in Schleswig-Holstein. Hier weisen die ansssigen Objekte die geringste

durchschnittliche Betriebsgre auf, whrend gleichzeitig innerhalb der alten Bundeslnder

mit rd 1.910 qm Innen- bzw. rd 2.110 qm gewichteter VF je 10.000 Einwohner

die beste Flchenausstattung besteht. Hier werden gerade in den bevlkerungsstarken

Bundeslndern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Wrttemberg die bundesblichen

Vergleichswerte teilweise sprbar unterschritten.

Setzt man die Flchenausstattungswerte in den einzelnen Bundeslndern und Regierungsbezirken

in direkte Beziehung zum Bundesdurchschnitt (Basiswert 100), so ergibt

sich der Dichte-Index, der sich zwischen Innen-VF und gewichteter VF grundstzlich

nur graduell unterscheidet.

gemaba

Baumarkt-Struktur 2010 I. 9

Bau- und Heimwerkermrkte 2010 - Ausstattung je 10.000 Einwohner

__________________________________________________________________________ _____

Bundesland Einwohner Anzahl Einwohner VF je 10.000 Einwohner

in 1.000 B+H-M je B+H-M innen gewichtet

absolut Index absolut Index

__________________________________________________________________________ ______

Schleswig-Holst. 2.834 122 23.200 1.910 qm 124 2.110 qm 124

Hamburg 1.772 30 59.100 1.090 qm 71 1.200 qm 71

Niedersachsen 7.947 274 29.000 1.680 qm 109 1.870 qm 110

Bremen 662 16 41.400 1.410 qm 91 1.550 qm 91

Nordrhein-Westf. 17.933 455 39.400 1.420 qm 92 1.570 qm 92

Hessen 6.065 164 37.000 1.410 qm 91 1.550 qm 91

Rheinland-Pfalz 4.028 110 36.600 1.550 qm 101 1.740 qm 102

Baden-Wrttemb. 10.750 257 41.800 1.310 qm 85 1.420 qm 84

Bayern 12.520 355 35.300 1.390 qm 90 1.530 qm 90

Saarland 1.030 24 42.900 1.730 qm 111 1.940 qm 114

Berlin 3.432 54 65.400 1.210 qm 79 1.330 qm 78

Brandenburg 2.522 109 23.100 2.310 qm 150 2.570 qm 151

Mecklenbg-Vorp. 1.664 76 21.900 2.030 qm 132 2.240 qm 132

Sachsen 4.193 166 25.300 1.870 qm 121 2.050 qm 121

Sachsen-Anhalt 2.382 108 22.100 2.300 qm 149 2.550 qm 150

Thringen 2.268 101 22.500 2.020 qm 131 2.240 qm 132

__________________________________________________________________________ ____

gesamt 82.002 2.421 33.900 1.540 qm 100 1.700 qm 100

__________________________________________________________________________ _____

Quelle: gemaba Lev.-Hitdorf 2010

Weiterverwendung bitte nur mit dieser Quellenangabe!

Die zusammengestellten Daten geben lediglich eine rein quantitative Darstellung des

Versorgungsniveaus. Zur Beurteilung von Wettbewerbsintensitten oder zur Absicherung

von Standortinvestitionen sind sie demgegenber nur sehr bedingt geeignet, weil

die Faktoren der Nachfrage unbercksichtigt bleiben. Diese werden neben der Kaufkraft

und der Haushaltszusammensetzung insbesondere durch die Baustruktur geprgt.

Erst eine Abwgung zwischen den Ausstattungswerten des Angebots und den Einflufaktoren

der Nachfrage ermglicht im konkreten Fall Rckschlsse auf die Marktchancen

bestimmter Bau- und Heimwerkermrkte. Sie werden im Rahmen der speziellen

gemaba-Auftragsforschung durch den gemaba-DIY-Marktchancen-Index quantifiziert,

der kleinrumig bis auf Kreis oder Gemeindeebene errechnet werden kann.

gemaba

Baumarkt-Struktur 2010 I. 10

Gesamtmarktanteil der Branche erreicht 38 %

Die im "Lenkungsausschu Branchenzahlen" des BHB vertretenen Unternehmen haben

sich im wesentlichen auf eine Zusammenarbeit im Rahmen ihrer jeweiligen Kernkompetenzen

verstndigt. Aus diesem Grund verzichtet die gemaba seit 2007 auf eine

eigene Umsatzermittlung und sttzt sich in ihren Untersuchungen auf die Ergebnisse

des Branchenpanels, das im Auftrag des BHB von der GfK RT durchgefhrt wird. Demnach

erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermrkte im Jahr 2009 ein Brutto-

Umsatzvolumen von rd EUR 17,9 Mrd.

Die fr das Sortiment eines 'typischen' Bau- und Heimwerkermarkts fr 2009 ansetzbaren

einzelhandelsrelevanten Pro-Kopf-Ausgaben sind - basierend auf den neuesten

Berechnungen von BBE Retail Experts Kln - in den letzten Jahren zurckgegangen

und belaufen sich bei Mitbercksichtigung eines branchentypischen Ergnzungsangebots

auf rd EUR 525 pro Jahr. Bercksichtigt man die zustzlich gettigten Branchenumstze

mit Handwerkerkunden, dann knnen pro Einwohner Verbrauchsausgaben

von ca EUR 570 angesetzt werden. Hieraus resultiert innerhalb des gesamten Bundesgebiets

fr Bau-, Heimwerker- und Gartenbedarf sowie branchenbliche Ergnzungssortimente

eine Gesamtnachfrage von ca EUR 46,7 Mrd.

Im Hinblick auf die zwischen den alten und neuen Bundeslndern nach wie vor deutlich

unterschiedlichen Flchenrelationen sei an dieser Stelle ergnzend angemerkt, da -

basierend auf ergnzenden Berechnungen der gemaba - die Baumrkte in den alten

Bundeslndern ein Umsatzvolumen von rd EUR 14,3 Mrd realisieren, dem eine dortige

Nachfrage von rd EUR 39,9 Mrd gegenbersteht, so da sich eine Bindungsquote von

rd 36 % ergibt. Die Nachfrage in den neuen Lndern kann auf rd EUR 6,8 Mrd beziffert

werden, so da bei einem insgesamt generierten Umsatz von rd EUR 3,6 Mrd hier der

Marktanteil mit rd 53 % deutlich hher liegt.

Die Gesamtheit aller deutschen Bau- und Heimwerkermrkte realisierte 2009 einen

Marktanteil von gut 38 %. Diese Quote hat sich seit Jahren trotz betrchtlicher Flchenzuwchse

kaum verndert, wobei seitens der gemaba nach wie vor ein Anteil von ca 40

% als Sttigungsgrenze angesehen wird. Auf die definitorische Abgrenzung des Begriffs

"Bau- und Heimwerkermarkt" wird an dieser Stelle noch einmal ausdrcklich hingewiesen.

gemaba

Baumarkt-Struktur 2010 I. 11

Der typische deutsche Baumarkt 2010

Der typische deutsche Baumarkt des Jahres 2010 verfgt ber eine Innen-VF von rd

5.220 qm, wovon rd 1.100 qm zur Prsentation von Pflanzen und typischen Gartensortimenten

genutzt werden. Zustzlich besteht eine teilberdachte Freiflche von rd

1.500 qm, so da sich eine Gesamtverkaufsflche von rd 6.720 qm ergibt. Im Rahmen

der blichen Flchengewichtung des BHB resultiert hieraus eine gewichtete Verkaufsflche

von rd 5.770 qm. Dabei wird im Durchschnitt ein jhrliches Brutto-Umsatzvolumen

von rd EUR 7,4 Mio abgewickelt. Die aktuelle Flchenproduktivitt der Branche

liegt bei rd EUR 1.420 je qm Innen-VF bzw. rd EUR 1.290 je qm gewichteter VF.

Betreiber- bzw. konzeptabhngig ergeben sich bei den realisierten Raumleistungskennziffern

teilweise erhebliche Abweichungen vom Durchschnitt.

Die fr die Baumarkt-Strukturuntersuchung zugrundegelegten Daten der Baumrkte

werden von der gemaba berwiegend im Rahmen ihrer laufenden Standortanalysettigkeiten

vor Ort ermittelt, was gewhrleistet, da die vorhandenen Verkaufsflchen im

Sinne der verwendeten Baumarkt-Definition bercksichtigt werden knnen. Angaben

aus der Fachpresse oder anderen Verffentlichungen finden primr bei solchen Objekten

Bercksichtigung, die im letzten Quartal des Berichtsjahres erffnet wurden und

deshalb von gemaba-Mitarbeitern noch nicht besucht werden konnten.

Dieser Bericht kann im Internet unter www.gemaba.de abgerufen werden. Weitere

Informationen zur diesjhrigen Baumarkt-Strukturuntersuchung sind bei der gemaba-

Gesellschaft fr Markt- und Betriebsanalyse mbH, Postfach 17 01 07, 51343 Lev-Hitdorf,

Telefon 02173-41395, Fax 02173-40395, email gemaba@freenet.de, erhltlich.

Lev-Hitdorf, 1.3.2010

FM/mm

Hinweis: Nach Ansicht der gemaba hat die Rechtschreibereform vom August 2006 nicht zu einer Verbesserung der

deutschen Sprache beigetragen, weshalb dieser Text in der zuvor geltenden Schreibweise abgefat ist.